Eine Gesellschaft im Ungleichgewicht

Seit mehreren Jahren ist unsere Gesellschaft gespalten. Ein Teil der Menschen strebt nach dem inneren Gleichgewicht auf Basis der sogenannten „Work-Life-Balance“. Entschleunigung und Freizeit gewinnen an Bedeutung. Der andere Teil der Menschen definiert sich nach wie vor über Leistung und ist sogar bereit, mehr zu leisten, als das geforderte Normmaß vorgibt.
Was alle Menschen zu gleichen Teilen in Anspruch nehmen und schätzen, ist der Wohlstand, den unsere Gesellschaft erlangt hat. Es handelt sich dabei um jenen Wohlstand, den die sogenannte Aufbaugeneration nach den beiden Weltkriegen geschaffen hat. Und zwar mit Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit und Willen.
Eines muss uns allen klar sein: Eine geringere Leistungsbereitschaft führt zu Wettbewerbsnachteilen und kostet Wohlstand. Wettbewerbsnachteile gehen mit Know-how-Verlusten einher. Weniger Wohlstand bedeutet den Verlust von erlangten Annehmlichkeiten wie zum Beispiel eine allgemeine Gesundheitsversorgung.
Summa summarum entscheiden wir selbst, in welche Richtung wir als Gesellschaft gehen. Je nachdem, haben wir auch die Konsequenzen daraus zu tragen.